Eine runde Sache - gelungene Premiere des PingPongParkison-Turniers
Dabei sein, der Austausch mit anderen Betroffenen und gemeinsam Tischtennis spielen - das stand gestern im Vordergrund der ersten beiden PingPongParkinson-Turniere in Sottrum, die Samtgemeindebürgermeister Holger Bahrenburg am Samstagvormittag eröffnete. Bahrenburg würdigte dabei das besondere Engagement von Klaus Lüßen und Michael Itzen, die den PingPongParkinson-Stützpunkt in Sottrum vor drei Jahren ins Leben gerufen hatten.
An den beiden Turnieren nahmen insgesamt 26 Spielerinnen und Spieler teil, die teilweise weite Anreisen in Kauf nahmen. So reiste Turniersieger Karlheinz Moxter aus Bad Homburg (Hessen) bereits am Freitag an und genoss das Wochenende im Norden. Besonders die familiäre Atmosphäre motiviert viele an Parkinson erkrankte Spielerinnen und Spieler zur Teilnahme an den Turnieren. Man pflegt Freundschaften, unterhält sich; nicht nur, aber auch über die Krankheit.
Peter Henrich, der am Stützpunkt in Sottrum trainiert, zeigte sich nach dem Turnier glücklich: „Absolut beeindruckend, wie die Krankheit während des Spiels in den Hintergrund rückt und die Konzentration auf den Ball Bewegung, Auge und Reaktion bestimmt. Dazu die besondere Atmosphäre des Miteinander, eine runde Sache!". Das Zittern, typisch für parkinsonerkrankte, geht während des Spiels merkbar zurück. Studien bestätigen mittlerweile, dass Tischtennis die Krankheit zwar nicht aufhält, aber die Symptome verlangsamen kann.
„Es war eine gelungene Premiere“ resümiert Abteilungsleiter Michael Itzen und lobt zum Abschluss die fairen Spiele und die angenehme Atmosphäre unter den Sportlerinnen und Sportlern. „Dass sogar Teilnehmer aus anderen Bundesländern teilgenommen haben, freut uns natürlich. Schließlich fördert so ein Turnier auch den Austausch mit anderen Stützpunkten.“.
Das erste Turnier gewann übrigens Karlheinz Moxter vom TTC Bad Homburg vor Lars Rikotta vom Stützpunkt Eystrup. Den dritten Platz belegte Helmut Arends. Auch das zweite Turnier gewann Moxter. Zweiter wurde Norbert Hase vor Karl Friedrich Kern.




