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Starke Vorstellung der Sottrumer Prellballjugend bei der Deutschen Meisterschaft 2019

Hückeswagen. Sottrumer Prellballherz was willst du mehr…! Einmal Vizemeister, einmal als Dritter auf dem Treppchen und zwei weitere Teams in der Endrunde auf den Plätzen 5 und 6, so liest sich die Bilanz des TV Sottrum vom vergangenen Wochenende bei den Deutschen Prellballmeisterschaften der Jugend im rheinischen Hückeswagen. Und auch wenn in diesem Jahr einmal kein Meistertitel zu verzeichnen war, waren Abteilungsleiter Volker Heinze und sein Trainerstab mehr als zufrieden mit der diesjährigen Ausbeute ihrer Schützlinge. „Alle Teams waren mit ihren Ergebnissen voll im Soll“, so der Sottrumer Prellball-Chef, „für uns zählen nicht nur Meistertitel sondern dass sich unsere Kinder und Jugendlichen mit einer tollen Einstellung und Motivation die bestmöglichsten Ergebnisse erkämpfen.“ Lobende Worte fand der Sottrumer aber nicht nur für seine Aktiven und Trainer, sondern auch für die unterstützenden Eltern bei dieser Veranstaltung. „Nur mit solch engagierten Eltern lässt sich solch eine Aktion überhaupt durchführen“, schwärmt Heinze. „Sei es als Fahrer, al Helfer oder als Fan, ohne unsere Eltern wäre es für uns Trainer nicht möglich, mit einem solch großen Kader zu den Deutschen Meisterschaften zu fahren. Heinze weiß wovon er spricht, denn insgesamt umfasste der Sottrumer Tross 43 Personen, für die es Unterkunft, Transport und Verpflegung zu organisieren galt. „Ich glaube aber dass unsere Aktiven diese Unterstützung mit ihren Leistungen und insbesondere durch eine ganz besondere Atmosphäre mit Zinsen zurückgezahlt haben.“ Wobei dem Sottrumer Führungsteam schon sehr bewusst ist, dass solch eine Hilfe, bei der die mitgereisten Eltern und Fans einen Großteil der Kosten für sich und ihre Kinder selber getragen hatten, nicht selbstverständlich ist.

Bei der Organisation im Vorfeld hatte sich Heinze übrigens in diesem Jahr Hilfe geholt. So wurde er tatkräftig bei allen organisatorischen Aufgaben von der A-Jugendspielerin Tabea Ehlert unterstützt, die in diesem Jahr aus gesundheitlichen Gründen selber nicht aktiv teilnehmen konnte. „Tabi hat mir unglaublich viel abgenommen und war mir in vielen Aufgaben gedanklich oft schon einen Schritt voraus“, gab es hierfür ein Sonderlob von Heinze.

Bereits am Freitag waren die beiden jüngeren Teams der weiblichen und männlichen C-Jugend (11-14 Jahre) angereist, da deren Vorrunde am Samstagmorgen schon um 09.00 Uhr beginnen sollte.

Die weibliche C-Jugend mit Trainerin Jenny Rothfischer hatte sich als 2. der Norddeutschen Meisterschaften qualifiziert und musste sich in der Gruppenphase mit den beiden Meistern der Regionalgruppen Mitte und Süd sowie den jeweiligen Drittplatzierten auseinandersetzen. Das Team mit Laura Hüsing, Neele Rebentisch, Marie Muik, Michelle Ziegler und Michelle Bidus startete mit einemsouveränen Sieg gegen den TV Zeilhard (41:23) in die Meisterschaft. Es folgten Niederlagen gegen den TuS Meinerzhagen (29:48) und den SV Weiler (25:39). Mit einem Sieg gegen den VfL Waiblingen (44:28) sicherten sich die Mädchen aber den 3. Gruppenplatz und damit den Einzug in die Finalrunde der besten 6 am Sonntag. Hier trafen die Mädchen dann im Viertelfinale auf den TV Freiburg t. Georgen und zogen hier den Kürzeren. Im abschließenden Spiel um Platz 5 im niedersächsischen Duell gegen den MTV Markoldendorf wurden aber noch einmal alle Restkräfte für einen Sieg mobilisiert (41:36).

Auch die männliche C-Jugend mit Coach Anatoli Schmidt war als Zweiter der Nord-Gruppe zur Deutschen gekommen und hatte daher das gleiche Auftaktprogramm wie die Mädchen. Die Mannschaft mit Mattis Müller, Mika Hüsing, Marlon Köhler, Max Stubbemann, Jakobus Abliganz und Patrick Clayton sicherte sich ebenfalls den Sieg im Auftaktmatch gegen den TV Osberghausen (41:27). Mit ein wenig Pech verloren sie dann zwar gegen den TSV Ohorn (35:36), erkämpften sich dann aber in einer ganz starken und engen Gruppe mit einem Unentschieden gegen den VfL Waiblingen (33:33) und einem Sieg gegen den TV Kierdorf (32:29) den 2. Gruppenplatz. Am Sonntag trafen die Sottrumer Jungs dann im Viertelfinale auf den TV Berkenbaum und zogen mit einem Sieg (34:28) ins Halbfinale ein. Dort allerdings stand mit dem MTV Wohnste der Lokalrivale und spätere Deutsche Meister auf der anderen Seite. Trotz heftiger Gegenwehr konnte der TV Sottrum eine Niederlage nicht vermeiden (33:37), es verblieb das „kleine Finale“. Hier legten die jungen Prellballer noch einmal ihr ganzes Können in die Waagschale und konnte sich mit einem knappen Sieg gegen den TV Ohorn nicht nur für die Niederlage am Vortag rächen sondern sich vor allem über den 3. Platz freuen (32:31).

Da die beiden A-Jugendteams (15-18 Jahre) ihre Vorrunde erst am Samstagnachmittag bestreiten mussten, reisten die Aktiven dank Unterstützung der Eltern erst am Samstagmorgen an.

Die Sottrumer Mannschaft mit den größten Ambitionen bei dieser Meisterschaft war die weibliche A-Jugend mit Trainerin Verena Ehlert. Angereist als bislang in dieser Saison ungeschlagener Nord-Meister trafen sie in der Vorrunde auf die Zweiten der Gruppen Süd und Mitte sowie auf den Vierten der Gruppe Mitte und den Dritten der Gruppe Nord. Letzterer war mit dem TuS Aschen-Strang auch Gegner des Auftaktspieles, das souverän gewonnen wurde (41:23). Es folgte eine eher überraschende Niederlage gegen den SV Weiler (31:38) für Laura Ehlert, Melanie Seitz, Daria Trompeter und Fenja Ahlenstorf und fortan war an diesem Tag ein wenig der Wurm drin. Auch wenn die beiden verbleibenden Spiele gegen den TV Berkenbaum (32:30) und ATV Bonn (39:21) gewonnen werden konnten, fand das Team an diesem Tag nicht zu ihrem gewohnten Rhythmus und musste sich aufgrund einer Punktgleichheit am Ende mit dem dritten Gruppenplatz zufrieden geben. Glücklicherweise stellte sich der Spielrhythmus am Sonntag wieder ein und die jungen Damen zogen mit Siegen im Viertelfinale (TV Freiburg St. Georgen 39:32) und im Halbfinale (SV Weiler 33:28) ins Finale ein. Hier traf die Mannschaft auf den Gastgeber vom TV Winterhagen. In einer sehr ausgeglichenen Partie reichten der Heimmannschaft zwei schwächere Minuten des TV Sottrum in der zweiten Halbzeit, um einen Vorsprung herauszuspielen und diesen bis zu Ende zu verteidigen (28:34). Der damit erreichte Vizemeistertitel stellte auf jeden Fall die Trainerin mehr als zufrieden, auch wenn die Mädchen noch ein wenig mit der verpassten Chance haderten, bis sie sich auch über den erreichten Erfolg freuen konnten.

Gänzlich ohne Erwartungsdruck reiste Trainer Marco Schibatt mit seiner männlichen A-Jugend an. Alleine die erreichte Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft war schon ein Wunschergebnis für Trainer und Mannschaft gewesen. Es galt zu berücksichtigen, dass das Sottrumer Team eines der jüngsten Teams bei dieser Mannschaft war, hatten doch mehr als die Hälfte der Sottrumer in der vergangenen Saison noch in der C-Jugend gespielt. Da beim Prellball aber die Altersklasse der B-Jugend nicht ausgespielt wird, mussten die jungen Herren gegen zum Teil drei Jahre ältere Gegner antreten und taten dies mit Bravour. Als Dritter der Gruppe Nord war ihre Gruppenkonstellation identisch mit der weiblichen A-Jugend. Im Nord-Duell zum Auftakt gegen den MTV Eiche Schönebeck gab es die erwartete, wenn auch knappe Niederlage (36:41). Aber schon in den beiden folgenden Begegnungen zeigten Malte Müller, Kai Götsche, Genrich Schmidt, Finn Rühlemann, Nicklas Clayton sowie Johannes und Mikelis Mahncken, dass sie durchaus zu Recht bei diesen Meisterschaften waren. So wurde zuerst der TV Altenbochum (42:27) und danach der TV Winterhagen (41:30) souverän besiegt. Trotz der Niederlage im abschließenden Match gegen den TV Freiburg St. Georgen (34:39) war mit dem dritten Platz in der Gruppe die Endrunde erreicht und die Erwartungen damit schon übererfüllt. In der Endrunde stießen die jungen Sottrumer dann allerdings an ihre Grenzen und mit der Niederlage im Viertelfinale gegen den MTV Markoldendorf (32:40) und der weiteren Niederlage im Spiel um Platz 5 gegen den VfL Waiblingen war am Ende der 6. Platz das nie zu Hoffen gewagte Endergebnis.

Am späten Sonntagabend trafen Aktive, Trainer und Fans dann wieder in Sottrum ein und wurden dort von den daheimgebliebenen Eltern und Fans gebührend mit Feuerwerk und Wunderkerzen empfangen.

Übrigens waren nicht nur die Spielerinnen und Spieler restlos erschöpft. Insbesondere die jungen Trainer Jenny Rohfischer, Anatoli Schmidt und Marco Schibatt, die zum Teil ihre ersten Deutschen Meisterschaften als Trainer bestritten hatten, waren die Anstrengungen als Trainer hinter dem Feld deutlich anzumerken. „Das waren insbesondere für unsere jungen Trainer zwei emotional sehr anstrengende Tage“, erklärt Heinze ein wenig schmunzelnd, „ dessen ist man sich als Spieler gar nicht so bewusst. Aber sie haben es alle toll gemacht und sind damit ein wichtiger Teil der Zukunft im Sottrumer Prellballgeschehen.“