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Quali zur Deutschen als Lohn für eine tolle Leistung!

Burgdorf. Die Frauen-30-Mannschaft der Prellballer des TV Sottrum hat am vergangenen Wochenende wieder einmal Sottrumer Prellballgeschichte geschrieben, denn noch niemals hat sich ein Team des TV Sottrum für die Deutsche Prellballmeisterschaften der Senioren qualifiziert. Genau das ist aber das Ergebnis des vergangenen Wochenendes, an dem sich das Team des TV Sottrum bei den Norddeutschen Meisterschaften  diese Qualifikation erkämpft hat. Damit ist der TV Sottrum bei allen 3 Deutschen Meisterschaften vertreten, die in dieser Sportart ausgeschrieben werden. Während schon am kommenden Wochenende die 1. Damenmannschaft und die Spielgemeinschaft Sottrum-Wohnste zu den Deutschen Meisterschaften der Leistungsklasse nach Bochum reisen werden, sind schon eine Woche später die 4 Jugendteams des TV an der Reihe bei den Deutschen Prellballmeister-schaften der Jugend in Sittensen. Für das Frauen-30-Team geht es dagegen erst am 06. und 07. Mai 2017 weiter. Dann nämlich werden die Deutschen Meisterschaften der Senioren in Fredenbeck ausgetragen. Zu dieser Meisterschaft werden die Sottrumer Damen ohne besonderen Leistungsdruck antreten, denn alleine die Teilnahme ist schon ein außergewöhnlicher Erfolg, wenn man die Geschichte dieses Teams betrachtet. So ist die Mannschaft erst vor einigen wenigen Jahren in den Wettkampfbetrieb eingestiegen, zu diesem Zeitpunkt bestand die Mannschaft nur aus Spielerinnen, die erst im Erwachsenenalter zum Prellballsport gefunden hatten. Bis heute sind aus dieser Hobbymannschaft mit Christine Trompeter, Ina Renken und Jenny Müller noch drei Spielerinnen aktiv. Einen großen Schritt zum Leistungssport machte das Team später dann, als mit Verena Ehlert eine „Prellball-Veteranin“ zur Mannschaft stieß, die selber bereits schon Deutsche Meistertitel errungen hatte. Seit dieser Saison hat das Team zusätzlichen Nachwuchs bekommen, denn mit Annika Freymuth kehrte nach Babypause eine Leistungsträgerin zum Prellballsport zurück, die für den TV Sottrum in der Vergangenheit sowohl in der Jugend als auch in der Bundesliga an den Start gegangen war.

Trotz dieser weiteren Verstärkung war für Trainer Volker Heinze schon vor den Norddeutschen Meisterschaften klar, dass es schwer werden würde  für seine „Prellball-Muddies“, wie sich die Damen selber gerne nennen: „Wir treten dort gegen „Prellball-Urgesteine“ an, die bereits seit Jugendtagen zusammen spielen.“ Umso mehr bewundert er den Mut und den Ehrgeiz seiner Damen: „Wir sind schon in den letzten Jahren immer mal wieder in dieser Altersklasse angetreten und zu Beginn haben meine Damen ordentlich Lehrgeld bezahlt. Doch davon lassen sie sich nicht beirren und auch wenn der endgültige Erfolg noch ausbleibt wird die Leistungslücke immer kleiner“, berichtet Heinze von dieser Mannschaft, die zu den Trainingseifrigsten in der Sottrumer Prellballabteilung gehören.

Bei den jetzigen Norddeutschen trafen die Sottrumerinnen im Auftaktspiel auf den SC Itzehoe und mussten sich der spielerischen Stärke des späteren Meisters beugen (21:38). Viel besser, für den Sottrumer Coach etwas überraschend, lief es gegen den TSV Burgdorf. Während Heinze das Match eher als weitere Lehrstunde für seine Mannschaft betrachtete, dachten seine Damen gar nicht daran und lieferten den Burgdorferinnen einen erbitterten Kampf, den sie erst kurz vor Ende verloren geben mussten (31:34). Noch knapper sollte es im letzten Vorrundenspiel gegen den TV Baden zugehen. Lange Zeit verteidigten die Sottrumer Damen einen ganz knappen Vorsprung und erst in der letzten Spielminute schaffte es der Gegner, das Spiel noch zu seinen Gunsten zu drehen (26:27). „Leider haben sich meine Spielerinnen nicht für ihre tolle Leistung belohnt, sonst hätten wir zum ersten Mal einen dieser „Prellball-Dinos“ geschlagen“, so Heinze, der seinen Damen diesen Erfolg so sehr gegönnt hätte. Im folgenden Halbfinale standen wieder die an diesem Tage unbesiegbaren Itzehoer auf der gegnerischen Seite (24:35) und auch im abschließenden Match um den 3. Platz wieder gegen den TV Baden war das Spielglück dieses Mal nicht auf Sottrumer Seite (24:33).

Mit dem so erreichten 4. Platz wurde aber trotzdem die Qualifikation zur Deutschen erreicht und jetzt fährt das Team zur Deutschen, um vielleicht dort endlich einmal das Engagement über die Erfahrung siegen zu lassen.

In einer Sache muss sich das Frauen-30-Team im Übrigen nicht vor den jüngeren Teams ihres Vereins verstecken: im Feiern. „Wir waren mit dem Vereinsbus noch nicht einmal vom Parkplatz herunter, da wurde bereits lautstark gesungen und das eine oder andere Getränk machte die Runde. Und das hörte erst auf, als wir in Sottrum waren“, schmunzelte der Sottrumer Coach über seine „Feier-Biester“.