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2. Damen hält die Klasse!

Bremen. „Zu derselben Uhrzeit, am selben Treffpunkt…“ wie die Prellball-Bundesliga der Herren wurde auch der 4. Spieltag der Frauen-Prellball-Bundesliga durchgeführt. Mit dabei waren hier der TV Sottrum 1 und 2 sowie die Spielgemeinschaft mit dem MTV Wohnste („Wosos“). Die Ziele der 3 Teams waren dabei durchaus unterschiedlich, erfreulicherweise wurden aber alle nicht nur mehr oder weniger erreicht, sondern sogar übertroffen. Während nämlich der TV Sottrum 1 und die Wosos ihr Recht auf die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaften am 28. und 29. März 2020 in Meinerzhagen untermauern konnten, schaffte der TV Sottrum 2 den nicht mehr für möglich gehaltenen Klassenerhalt. Damit werden auch in der kommenden Saison drei Damenmannschaften mit Sottrumer Beteiligung in der höchsten Deutschen Spielklasse an den Start gehen. „Wie sich die Teams zusammensetzen werden, müssen wir dann noch planen, wenn diese Saison zu Ende ist“, so der Sottrumer Prellball-Chef Volker Heinze, „aber das ist jetzt ja eher ein „Luxusproblem““. Vier Siege und eine Niederlage, so lautete die gute Bilanz der Wosos für den 4. Spieltag. Für Trainer Jen Hüsing bot sich dabei auch die Möglichkeit, verschiedene taktische Aufstellungen zu testen. Neben der Niederlage gegen den ungeschlagenen Meister vom SV Werder Bremen (30:37)und einem knappen Sieg gegen den TV Baden (33:31) konnte sein Team die Spiele gegen den MTV Eiche

Schönebeck 2 (36:27), TV Sottrum 2 (38:24) und TSV Marienfelde (43:20) deutlich für sich entscheiden. Am Ende verblieb das Team mit Thea Heppner-Wiese, Ann-Kathrin Heppner, Alina Trompeter, Alena Wöbse und Jenny Rothfischer auf dem 4. Tabellenplatz und hatte damit den Startplatz bei der Deutschen Meisterschaft sichergestellt. Ebenfalls 8:2 Punkte waren die Ausbeute des TV Sottrum 1 an diesem Tag. Lediglich am späteren Meister SV Werder Bremen (29:34) bissen sich die von Volker Heinze betreuten Damen die Zähne aus, die Spiele gegen den TV Baden (39:28), VfL Eintracht Hannover (38:29), SG Arbergen-Mahndorf (42:25) und TSV Marienfelde (38:26) wurden souverän an. Wie in der gesamten Saison trat die Mannschaft mit den drei „Routiniers“ Leonie Heinze, Karoline Schmitt und Anneke Schulz an, ergänzt um die beiden A-Jugendlichen Laura Ehlert und Melanie Seitz, nur die A-Jugendliche Daria Trompeter fehlte aus privaten Gründen. Mit der Leistung seiner Damen war der Sottrumer Coach grundsätzlich zufrieden: „Da war sicherlich noch Luft nach oben. Ich bin aber sehr gespannt auf die Deutschen Meisterschaften, wo meine drei erfahrenen Spielerinnen wieder zu dritt antreten werden, Die drei Mädchen aus der A-Jugend, die an allen 4 Spieltagen eine tolle Leitung gezeigt haben, dürfen dort nicht mitspielen.“ Grund dafür ist das Reglement im Prellball. Pro Saison darf ein Spieler nur an einer Deutschen

Meisterschaft teilnehmen. Und da die drei jungen Mädchen natürlich bei der Deutschen Meisterschaft der Jugend in Sottrum antreten wollen ist ihnen die Teilnahme an der Meisterschaft der Erwachsenen verwehrt. „Das heißt aber nicht, dass wir uns keine Chancen ausrechnen, schließlich sind meine drei Damen in genau dieser Aufstellung auch schon 2017 und 2018 Deutscher Meister geworden“, gibt sich Heinze kämpferisch. „Totgesagte leben länger“, so kann man guten Gewissens diesen Spieltag für den TV Sottrum 2 beschreiben. Nachdem am vorangegangenen Spieltag aufgrund des Ausfalls von Hauptangreiferin Juliane Meyer unerwartet Punkte verloren gegangen waren, befand sich das Team vor dem letzten Spieltag auf dem letzten Tabellenplatz. Mindestens 2 Punkte mussten geholt und auf fremde Hilfe gehofft werden, damit der Abstieg noch vermieden werden konnte. Trainerin Annika Freymuth musste zudem auf Jessica Bockfeld verzichten und hatte sich vorsichtshalber selber Sportzeug mitgenommen, um im Notfall einspringen zu können. Dass das eine gute Entscheidung gewesen war, zeigte sich im Laufe des Spieltages, denn aufgrund eines verletzungsbedingten Ausfalls von Nadine Wöbe kam die Sottrumer Trainerin auch noch auf ihre Einsatzzeiten in der Bundesligasaison. Die Voraussetzungen waren also nicht besonders gut und weder Trainerin noch Abteilungsleiter machten sich allzu große

Hoffnungen auf den Klassenerhalt. Allerdings lehrten sie Juliane Meyer, Janina Hüsing, Fabrina Reiermann und Nadine Wöbse, dass man die Hoffnung nie aufgeben sollte. Erst einmal wurden die beiden wichtigen Punkte im Spiel gegen den MTV Wohnste 2 geholt (33:30). Die weiteren Spiele gegen die Wosos (24:38), MTV Eiche Schönebeck 1 (28:39) und VfL Eintracht Hannover (27:41) gingen erwartungsgemäß verloren. Die nötige Schützenhilfe wurde erbracht und so standen am Ende die Sottrumer Damen und der TSV Marienfelde punktgleich auf dem letzten Nicht-Abstiegsplatz und es musste nach Reglement ein Entscheidungsspiel durchgeführt werden. Hier zeigte der TV Sottrum 2 noch einmal starke Nerven und konnte sich nach der regulären Spielzeit noch auf ein Unentschieden retten. Im Prellballsport wird in solch einer Situation dann weitergespielt, bis eine Mannschaft einen 2Punkte-Vorsprung erreicht. Eine kleine Schwächephase der Gegnerinnen verschaffte dem TV Sottrum 2 den ersehnten Vorsprung zum umjubelten Klassenerhalt. Überglücklich, aber mit „den Nerven zu Fuß“ ließen sich die Spielerinnen von den anderen Sottrumern feiern. „Ein toller Abschluss einer abwechslungsreichen Saison für diese Mannschaft“ bilanziert Heinze Spieltag und Saison.

 

 

 

TABELLE

 

 

Punkte

1.

SV  Werder Bremen

40

:

00

2.

TV Sottrum 1

33

:

07

3.

MTV Eiche Schönebeck 1

33

 

07

4.

MTV Wohnste 1  (WoSos)

29

:

11

5.

VfL Eintracht Hannover

23

:

17

6.

TV Baden

18

:

22

7.

MTV Eiche Schönebeck 2

14

 

26

8.

MTV Wohnste 2

10

:

30

9.

TV Sottrum 2

07

:

33

10.

TSV Marienfelde

07

:

33

11.

SG Arbergen-Mahndorf

06

:

34