Skip to main content

Toller Auftritt beim Debüt auf den Deutschen Seniorenmeisterschaften

Fredenbeck. Sie sind einfach immer für eine Premiere gut, die Frauen-30-Prellballmannschaft des TV Sottrum. So auch am letzten Wochenende, als sie wieder Vereinsgeschichte schrieben und den TV Sottrum erstmalig bei einer Deutschen Prellballmeisterschaft der Senioren vertraten. „Wir sind immer noch eine recht junge Abteilung,“ erklärt Abteilungsleiter Volker Heinze, „bislang hatten unsere Teams einfach nicht das Alter um an dieser Meisterschaft teilnehmen zu dürfen. Doch seitdem sich unser Frauen-30-Team gebildet hat sind wir auch in diesen Gefilden zu finden.“ Und auch wenn sich die sportlichen Erfolge der Damen noch nicht eingestellt haben, ist der Sottrumer Trainer auf dieses Team genauso stolz wie auf seine 1. Damenmannschaft, die immerhin in diesem Jahr den Deutschen Meistertitel erfolgreich verteidigt hatten. „Die Frauen 30 setzt sich mit Christine Trompeter, Ina Rencken und Jenny Müller zum überwiegenden Teil aus „Prellball-Späteinsteiger“ zusammen, ergänzt mit den „alten Prellballhasen“ Verena Ehlert und Annika Freymuth. Und dieses Team stellt sich mutig den anderen Mannschaften, die früher in der Bundesliga gespielt und zum Teil sogar dort deutsche Meistertitel errungen haben. Dafür haben unsere Spielerinnen meinen vollsten Respekt.“ Für ihre Premiere bei einer Deutschen Meisterschaft, für die sich das Team bei den Norddeutschen Meisterschaften qualifiziert hatte, nutzte der TV Sottrum die Gelegenheit der räumlichen Nähe mit der Meisterschaft in Fredenbeck. „Wäre die Meisterschaft in Süddeutschland ausgerichtet worden, hätten wir  uns wohl gegen eine Teilnahme entschieden“, erläutert Heinze. So allerdings startete die Meisterschaft bereits mit der Vorrunde am Samstag und der TV Sottrum war dabei. Und bereits in dieser Vorrunde zeigten die Spielerinnen, dass sie keineswegs nur als „Kanonenfutter“ gesehen werden wollten. Gleich im Auftaktspiel trafen sie auf den SC Itzehoe, mehrfacher Deutscher Meister in den früheren Jahren. Davon liessen sich die Sottrumerinnen allerdings nicht beeindrucken und hielten zumindest bis zur Halbzeit gut mit, auch wenn die Niederlage am Ende deutlich sein sollte (24:43). Gegen den TV Richterich im folgenden Match sollte es dann sogar noch besser laufen denn der TV Sottrum belohnte sich für ihren kämpferischen Einsatz mit einem verdienten Sieg (35:33). Richtig knapp wurde es dann gegen den TV Baden, mit dem man sich schon mehrfach in dieser Saison gemessen hatte. Lange Zeit blieb das Match völlig offen und erst in den Schlussminuten konnte der TV Baden einen kleinen Vorsprung ins Ziel retten (29:34). Im Spiel gegen den späteren Deutschen Meister vom TV Berkenbaum wehrten sich die Sottrumerinnen abermals tapfer, ärgerten den übermächtigen Gegner in der 1. Halbzeit und musste sich in der zweiten Hälfte des Spiels deren überlegendem Spiel beugen (23:39). Gegen die ehemaligen Bundesligaspielerinnen vom TSV Burgdorf im letzten Spiel der Vorrunde hielt der TV Sottrum noch einmal dagegen, war am Ende aber auch der 2. Sieger (24:34).

Mit den Ergebnissen der Vorrunde erreichten die Sottrumerinnen das Vorkreuzspiel am folgenden Sonntag, wo abermals der TV Baden auch der anderen Spielhälfte stand. Wieder entwickelte sich ein hochspannendes Match, in dem es keiner Mannschaft gelang, sich entscheidend abzusetzen. So war es am Ende das kleine Quentchen Glück gepaart mit der größeren Spielerfahrung, das das Spiel zugunsten der Badenerinnen  kippen ließ (27:30). Im abschließenden Spiel um Platz 5 trafen die Sottrumer Damen wieder auf den TV Richterich. Leider belohnten sich das Team des TV Sottrum nicht (30:33) für den sehr engagierten Auftritt am kompletten Wochenende und musste sich am Ende mit Platz 6 begnügen.

„Wir waren vor allem dabei, um einmal die Atmosphäre dieser Veranstaltung mitzunehmen und um Erfahrungen zu sammeln“, zieht Heinze sein Fazit, „und beides haben wir in vollen Zügen getan und uns dabei sehr gut präsentiert. Vielleicht haben meine Damen jetzt sogar so viel Lust bekommen, dass ihnen in der nächsten Saison der Weg nach Bochum zur dortigen Deutschen Seniorenmeisterschaft gar nicht so weit erscheint“, fügt er schmunzelnd hinzu.